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Die flexible Endlos-Dichtung: O-Ringe nach Maß und Fugenfüller

Manchmal gibt es für eine Dichtungsnut keinen passenden Standard-O-Ring, oder die zu dichtende Strecke ist mehrere Meter lang. Hier schlägt die Stunde der Rundschnur. Als Meterware von der Rolle bietet sie maximale Flexibilität: Sie schneiden exakt die Länge ab, die Sie benötigen.

In dieser Kategorie finden Sie Vollgummi- und Moosgummi-Schnüre in Industriequalität. Mit dem passenden Klebstoff (z.B. Cyanacrylat / Sekundenkleber für Gummi) lassen sich daraus in wenigen Sekunden O-Ringe in beliebiger Größe selbst herstellen.


Welches Material für Ihren Einsatz?

Die Wahl des richtigen Werkstoffs entscheidet über die Haltbarkeit der Dichtung:

  • NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk): Der Werkstatt-Standard

    • Eigenschaften: Schwarz, glatt, massiv. Hervorragend beständig gegen Öle, Fette, Kraftstoffe (Diesel/Benzin) und Hydraulikflüssigkeiten.

    • Einsatz: Motorenbau, Getriebe, Tankanlagen, Hydraulik. Nicht für dauerhaftes Sonnenlicht (UV) geeignet.

  • EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk): Der Außen-Profi

    • Eigenschaften: Schwarz, glatt, massiv. Extrem resistent gegen UV-Strahlung, Ozon, Alterung und viele Säuren/Laugen. Auch beständig gegen Heißwasser und Dampf.

    • Einsatz: Fensterbau, Außenanlagen, Gartenteiche, Solaranlagen. (Achtung: Nicht ölfest!).

  • Silikon (VMQ): Für Hitze & Hygiene

    • Eigenschaften: Meist transparent, rot oder weiß. Extrem temperaturbeständig (-60°C bis +200°C oder höher). Physiologisch unbedenklich (oft FDA-konform).

    • Einsatz: Lebensmittelindustrie, Medizintechnik, Öfen, Autoklaven, Kaffeemaschinen.

  • Moosgummi (Hautummantelt): Der Weiche

    • Eigenschaften: Schwarz, geschäumter Kern mit geschlossener Außenhaut. Sehr elastisch und kompressibel.

    • Einsatz: Zum Abdichten von Fugen mit großen Toleranzen, als Klapperschutz in Deckeln oder als weiche Türdichtung. Passt sich Unebenheiten perfekt an.

Anwendungstipps

  1. O-Ringe kleben: Achten Sie darauf, dass die Schnittkanten absolut gerade und sauber sind (am besten mit einer scharfen Klinge im 90°-Winkel schneiden). Ein Tropfen spezieller Gummikleber genügt für eine dauerhafte Verbindung.

  2. Einlegen: Die Schnur sollte nie unter Zugspannung in die Nut gelegt werden, da sie sich sonst mit der Zeit verkürzt und undicht wird. Lieber 1% Überlänge lassen und "stauchen".

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